Die neue Reform – Informationen zum Datenschutz

Veröffentlicht am 18 Jul, 2018

Auf europäischer Ebene regelt die Richtlinie 95/45 den Datenschutz. Man kann nicht sagen, dass sich die Datenverarbeitungsumgebung völlig verändert hat. Die Entwicklung und Nutzung des Internets allein, das Aufkommen von sozialen Netzwerken, Smartphones, Online-Banking und Datenspeicherung in der Cloud hat in den letzten Jahren starke Auswirkungen gehabt.

 

Daher ist es notwendig, dass die Kommission die Vorschriften zum Datenschutz reformiert. Nach vierjährigen Diskussionen wurde die vollständige Überarbeitung des Datenschutzregimes im April 2016 beschlossen und wird zwei Jahre nach seiner Veröffentlichung im Amtsblatt, d.h. ab dem 20. Mai 2018, durchgeführt. Die betroffenen Datenschutzbeauftragten haben daher noch ein weiteres Jahr Zeit, um die Anforderungen zu erfüllen.

 

Ziel dieser Reform ist es, den Nutzern das Recht auf ihre personenbezogenen Daten zurückzugeben. Festgelegt wird ein hohes und harmonisiertes Datenschutzniveau und die EU auf das digitale Zeitalter vorzubereiten.

 

Europa, Bipr, Daten, Datenschutz, Technologie

(Quelle: Pixabay)

 

Die wichtigsten Änderungen zum Datenschutz sind:

 

Ausdrückliche Zustimmung:

Sofern für die Verarbeitung nicht gesetzlich vorgeschrieben, muss die betroffene Person der Verarbeitung ihrer personenbezogenen Daten für bestimmte Zwecke zugestimmt haben. Die betroffene Person hat das Recht, ihre Einwilligung jederzeit zu widerrufen.

 

Beschränkung und Minimierung der Daten:

Die Daten sind auf das für die Zwecke, für die sie verarbeitet werden, erforderliche Maß zu beschränken. Der für die Verarbeitung Verantwortliche muss ihre Richtigkeit garantieren und auch ihre Speicherung muss begrenzt sein.

 

Der für die Verarbeitung Verantwortliche ist verpflichtet, der Person alle Informationen über die Verarbeitung präzise, transparent, leicht zugänglich und vor allem verständlich, d. h. klar und deutlich, zur Verfügung zu stellen.

 

Die betroffene Person hat Zugang zu den Daten, um entweder alle Informationen im Zusammenhang mit der Verarbeitung zu erhalten (Zwecke, Empfänger, Aufbewahrungsdauer, etc.) oder ihre Berichtigung, Einschränkung der Verarbeitung, Löschung oder Übertragbarkeit der Daten zu verlangen.

Auf Antrag der betroffenen Person muss der Verantwortliche die angeforderten Informationen innerhalb eines Monats zur Verfügung stellen.

 

Um den gesetzlichen Verpflichtungen so weit wie möglich nachzukommen, sind die für die Verarbeitung Verantwortlichen verpflichtet, ein Register der Verarbeitungstätigkeiten zu führen. Dieses darf nicht nur eine Beschreibung der verarbeiteten Daten enthalten, sondern auch alle Informationen im Zusammenhang mit der Verarbeitung.

 

Der Datenschutzbeauftragte muss mit den Behörden zusammenarbeiten, um den Schutz zu gewährleisten. Insbesondere ist er verpflichtet, Verstöße gegen personenbezogene Daten sowohl der Behörde als auch der betroffenen Person mitzuteilen.

Unter bestimmten Voraussetzungen muss der Leiter eines Unternehmens sogar einen Datenschutzbeauftragten ernennen, der ihn in allen Fragen des Datenschutzes berät.

 

Es ist notwendig, das Bewusstsein zu schärfen und die Umsetzung der neuen Datenschutzvorschriften vorzubereiten.

 

 

Kategorien