6 Tipps zur Außendämmung

Veröffentlicht am 18 Mrz, 2019

Eine Außendämmung verbessert die Energieeffizienz eines Gebäudes, beinhaltet aber auch Gefahren für die Bausubstanz. Aus diesem Grund gehören die Arbeiten in die Hände eines Fachbetriebs, der sich mit den erforderlichen Bau- oder Renovierungsarbeiten bestens auskennt. Unsere sechs Tipps zur Außendämmung führen Sie in die Materie ein und helfen Ihnen, sich mit den Experten zu verständigen.

Tipp 1: Energetische Diagnose durchführen lassen

Der erste Schritt ist grundsätzlich eine umfassende Untersuchung darüber, wo das Haus, in welchem Maße Wärme verliert. Fachbetriebe fertigen Bilder mit einer Wärmebildkamera an und werten diese anschließend aus.


Diese Bilder zeigen, wo sofortige Maßnahmen erforderlich sind, um die Wärmeverluste zu reduzieren und mit welchen Maßnahmen Sie noch einige Jahre warten können. Aufgrund der genauen Diagnose stellt der Fachbetrieb einen Maßnahmenkatalog zusammen, um den Komfort des Hauses zu verbessern und gleichzeitig das Gebäude wirtschaftlich optimal thermisch zu sanieren.

Tipp 2: Wände und Dach dämmen

Etwa für die Hälfte des Energieverlustes eines Hauses sind die Wände und das Dach verantwortlich, das Dach trägt mit circa  25 bis 30 % dazu bei, die Wände mit 20 bis 25 %. Die Außendämmung beginnt daher meist mit dem Isolieren des Daches und der Wände.

Tipp 3: Rollläden in die Dämmung einbeziehen

Rollläden tragen zur Außendämmung bei und sorgen für Sicherheit. Ihr Austausch ist eine relativ günstige Maßnahme. Sprechen Sie mit einem Fachbetrieb für Rollladenbau, um passende Modelle auszuwählen. Der Betrieb übernimmt den Einbau der Rollos und achtet auch auf eine Abdichtung und Wärmedämmung der Rollladenkästen.

Tipp 4: Informationen über die Isolierung einholen

Für die Außendämmung bietet der Handel eine Vielzahl von Optionen. Die Materialien lassen sich in folgende Kategorien einteilen:

  • Mineralische Dämmstoffe wie Steinwolle oder Glaswolle
  • Synthetische Schaumstoffe wie extrudiertes Polystyrol, Polyurethan und Polyisocyanurat
  • Natürliche Dämmstoffe aus pflanzlichen oder tierischen Fasern wie Holzwolle, Kork, Schafwolle, Federn oder Hanf

Keiner der Dämmstoffe hat ausschließlich positive oder negative Eigenschaften. Aus diesem Grund erfolgt die Auswahl meist nach persönlichen Präferenzen. Hausherren, denen ökologische Aspekte wichtig ist, wählen oft die deutlich teureren natürlichen Materialien. Vielfach fällt die Entscheidung jedoch nach dem Preis.

Tipp 5: Weitere bauphysikalische Eigenschaften berücksichtigen

Neben der Wärmeleitfähigkeit sind folgende Aspekte von Bedeutung:

  • Dynamische Steifigkeit
  • Rohdichte
  • Wasserdampfdiffusionswiderstand
  • Spezifische Wärmekapazität
  • Kapillarität

Die dynamische Steifigkeit ist im Hinblick auf die Schalldämmung wichtig. Die Rohdichte muss nur beachtet werden, wenn es statische Probleme gibt oder das Haus gegen sommerliche Hitze gedämmt werden soll. Die spezifische Wärmekapazität ist zu beachten, wenn es darum geht, die notwendige Dicke des Dämmstoffs zu ermitteln.

Ein großer Wasserdampfdiffusionswiderstand bedeutet, dass der Dämmstoff kaum dampfdurchlässig ist. Die µ-Zahl gibt Aufschluss über diese Eigenschaft. Bei der Auswahl ist zu beachten, dass die Durchlässigkeit des Dämmstoffs zu der des unter der Dämmung befindlichen Baustoffs passen muss. Die Kapillarität besagt, ob der Dämmstoff in der Lage ist, Flüssigkeiten an die Oberfläche zu leiten.

Tipp 6: Kosten der Außendämmung

Die Kosten hängen vom Material und der Schwierigkeit, dieses zu Verarbeiten ab. Außerdem gibt es regionale und saisonale Unterschiede. Natürlich wirken sich auch die Qualität des Untergrunds und die optische Gestaltung auf den Preis aus. Je Quadratmeter Außendämmung ergibt sich daher eine große Preisspanne von 20 bis 40 Euro. Sie können bei einer energetischen Sanierung jedoch von staatlichen Förderungen profitieren.


Bei der Außendämmung sind viele Faktoren zu berücksichtigen, damit diese sich optimal auf den Energieverbrauch des Hauses auswirkt. Fragen Sie daher einen Experten für Außendämmungen, um das Risiko einer falschen Entscheidung auszuschließen.